Fairuz (, oft auch Fairouz; * 21. November 1935 in Dschabal Alarz, Libanon; geboren als ) ist eine libanesische Sängerin und war auch in vielen Filmen und Theaterstücken zu sehen. Ihr Künstlername Fairuz bedeutet auf Deutsch Türkis. Sie gilt als „Mutter der libanesischen Nation“. Sie zog mit ihrer christlichen, syrisch-orthodoxen Familie 1935 nach Beirut um, wo sie in Zokak-al-Blat aufwuchs.
Zusammen mit den Brüdern Mansour und 'Assy Rahbani (ihrem späteren Ehemann) wurde sie Vorreiterin einer neuen Musikbewegung im Libanon, die den lateinamerikanischen Einfluss erkennen ließ und sich dem Einfluss der ägyptischen Vorbilder entzog.
Ihr erster großer Auftritt fand 1957 statt, und sie wurde schnell zum Star der libanesischen Musik. Während des libanesischen Bürgerkrieges trat sie sehr selten öffentlich auf, um als Rum-Orthodoxe Christin nicht für politische Zwecke missbraucht zu werden. Ihre Beliebtheit hat diese Zurückhaltung nur erhöht, und sie hat Fans im ganzen religiös vielfältigen Libanon sowie in der ganzen arabischen Welt.
Nach dem Bürgerkrieg und dem Tod ihres Mannes arbeitete sie mit ihrem Sohn Ziad Rahbani zusammen; seitdem zeigt ihre Musik immer mehr lateinamerikanische Einflüsse.
Im Jahre 1998 produzierte Frédéric Mitterrand, der Neffe des ehemaligen französischen Staatspräsidenten und damalige Intendant des internationalen französischsprachigen Senders TV5MONDE, eine TV-Dokumentation über Fairuz (s.u.) für die Serie "Music Planet" auf arte.